Tätigkeitsbericht der GKL für 2007
Liebe Schachfreunde,
die GKL ist zuständig für den Leistungssport der
beiden Schachverbände in Baden-Württemberg. Seit den 80er Jahren arbeiten BSV
und SVW in ihr zusammen. Die Kosten des Leistungssports trägt teilweise der
Landessportverband, den Rest teilen sich die beiden Verbände 1:1. Die Hauptlast
der Ausbildung tragen aber die Eltern der Spieler.
Herausragende Spieler 2007 waren der
Hockenheimer
Aber auch weitere Spieler machten von sich
reden. Bester deutscher Spieler bei den Weltmeisterschaften der Jugend in
Kemer/Türkei wurde IM Sebastian Bogner (SC Neuhausen) mit dem 7. Rang in der
U16. Lara Stock (SK Freiburg-Wiehre) konnte sich ihre erste WGM-Norm holen.
Einige andere Spieler holten sich erste IM-Normen. Deutsche Meister wurden in
der U18 FM
Das Jugendolympiateam für die Schach-Olympiade
2008 in Dresden (10 Mitglieder) hat drei unserer Spieler in seinen Reihen: IM Arik
Braun, IM Sebastian Bogner und WFM Manuela Mader, nachdem GM
Mit 14 der 58 Bundeskader stellt
Baden-Württemberg trotz weiterer Verkleinerung der Bundeskader nach wie vor gut
ein Viertel der deutschen Spitzenspieler.
Ein Schwerpunkt der GKL-Arbeit lag auf der
Förderung der Spitzenspieler. Neben Zuschüssen, Trainingssonderförderung und
der Vermittlung von Normenturnieren hatte die GKL Anteil an der Durchführung
der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft in Neuhausen. Auch weiterhin
unterstützt die GKL IM- und WIM-Turniere auf baden-württembergischem Boden auch
finanziell, mit dem Ziel der Erzielung von Normen für die Nachwuchsspieler.
Die GKL beschäftigt sich insbesondere
mit den Landeskaderspielern (D-Kader), dem Nachwuchs in Talentfördergruppen und
seit Ende 2003 wieder mit einer Mädchennachwuchsgruppe. Hinzu kommt die
Verantwortung für die jüngeren Bundeskaderspieler und seit 2005 für Jugendliche
unter 10 Jahren, für die (und deren Eltern) informative U10-Tage stattfanden.
Das Training mit den Landeskadern
umfasst insbesondere die D-Kader-Lehrgänge sowie Stützpunkttraining in
Baden-Baden und Backnang. Landestrainer Jaroslav Srokovskiy bot 2007 wieder ein
ergänzendes E-Mail-Training an, und stellte in Abstimmung mit Heimtrainern,
Kaderspielern und deren Eltern Jahrestrainingspläne auf. In die
D-Kader-Lehrgänge wurden zum ersten Mal Trainingseinheiten zu psychologischen
Fragestellungen eingebunden.
Im November 2006 wurde das GKL-Landesleistungszentrum
Baden-Baden rückwirkend zum 1.1.2006 vom Bundesinnenministerium als Bundesstützpunkt
anerkannt. Dies geht nicht mit der Erhöhung von Mitteln seitens des Bundes oder
Landes einher. Im März stand hierzu und zum Leistungssport in Baden-Württemberg
ein Strukturgespräch mit dem Landessportverband an. Zunächst sollten die
Schachverbände aufzeigen, dass sie professionell an den Leistungssport
herangehen. Für das Jahr 2008 erwarten wir, in die Förderstufe Eins aufgenommen
zu werden, Personalmittel seitens des Landessportverbandes rücken hiermit in
Nähe, jedoch ist weiterhin nicht von einer Vollfinanzierung auszugehen.
Erste Trainingsmaßnahmen wurden vom
Bundesstützpunkt in Kooperation mit dem Schachzentrum Baden-Baden durchgeführt.
Bundes- und Landeskaderspieler nehmen regelmäßig an den Trainingsangeboten
teil. Hier konnte das Schachzentrum Baden-Baden um Christian Bossert u. a. Mark
Dvoretzky als Trainer gewinnen.
Die Schachverbände stehen im Gespräch
zwecks weiterer Ausgestaltung der Inhalte des Bundesstützpunktes und der
organisatorischen Gliederung. Auch die Bundestrainer tragen hierzu ihren Part
bei.
Wie vorgesehen haben BSV und SVW den
Etat der GKL um je 1.000 Euro erhöht. Der Landessportverband hat das Bemühen
der Schachverbände anerkannt und seinerseits den Etat der GKL um 5.000 Euro
erhöht. Bezüglich der in der Höhe noch nicht feststehenden Kosten des
Bundesstützpunktes besteht noch Beratungsbedarf innerhalb der Verbände.
Immer mehr Ideen können hierdurch
umgesetzt werden, die den Talenten und Spitzenspielern in verschiedenster Weise
zu Gute kommen können. Einige der Aktionen habe ich oben erwähnt. Im Jahr 2008
sollen ein Elterntag für Eltern der Landeskaderspieler hinzukommen sowie zwei
Trainertage, für Heimtrainer von Kaderspielern und für die Trainer an den
Talentstützpunkten. Ob dies ohne weiteres umsetzbar ist, bleibt abzuwarten.
Immerhin bedeutet dies sowohl für die Teilnehmer als auch für die Referenten,
die Ansprechpartner der GKL und der Schachjugenden Mehrarbeit und vor allem mehr
investierte Zeit. Derzeit ist jedoch nicht vorgesehen, dies finanziell
auszugleichen.
Einzelne Punkte der vielfältigen Arbeit
(ohne Reihenfolge der Wichtigkeit, nicht abschließend):
Terminplanung
Jahresplanung/
Maßnahmenplan
Persönliche
Kontakte/ Gespräche/ Briefe/ E-Mails
Erstellung
Homepage www.gkl.bsv-schach.de bzw.
www.gkl.svw.info mit Terminplan
Presseberichte
Schachjahresbericht
2006/2007 für LSV
D-Kader-Lehrgänge:
-
Vorbereitung, Einladung, Durchführung und Abrechnung aller Lehrgänge
-
Belegung Lehrgänge 2007 und 2008 (1. Halbjahr)
Talentsichtungslehrgang:
-
Vorbereitung, Belegung, Einladung, Durchführung und Abrechnung des Lehrgangs
im Juli (als Zentrallehrgang für ausgewählte Stützpunktspieler)
Talentstützpunkte
(früher: F-Kader):
-
Abrechnung der Stützpunkte
-
Hochrechnung Ausgaben Stützpunkte zur Jahresmitte
-
Konkretisierung einheitlicher Vorgehensweise in den Stützpunkten
-
Erstellung Scorecard bzgl. leistungssportlicher Gesichtspunkte der
Stützpunktarbeit
Kasse:
-
Laufende Zahlungen
-
Haushalt 2007; Etatentwurf 2008
Bundeskaderanträge
Neue
D-Kader im Juli
Zuschussanträge
von Jugendlichen
GKL-Sitzungen
und -Ausschusssitzungen
Kontaktpflege
zum Schachzentrum Baden-Baden und zur Karpow-Schachakademie Hockenheim
Weitere Informationen finden Sie auch
auf der GKL-Homepage (www.gkl.bsv-schach.de
bzw. www.gkl.svw.info).
Meinen Dank auch an dieser Stelle an
alle Kaderspieler, Eltern, Trainer und die dem Leistungssport Nahestehenden für
die konstruktive Zusammenarbeit.
gez. Markus Keller