Monat: März 2021

Neue Verbandstrainerin Marina Manakov

Als zweite Trainerin im neuen Team der GKL stellen wir Ihnen Marina Manakov vor:

Marina Manakov, geb. 1969, Internationale Meisterin, Schachlehrerin und Trainerin.

Sie ist die Mutter von 5 Kindern.

Seit frühster Kindheit spielt Marina Manakov begeistert Schach. Sie war mehrfache Deutsche Meisterin (1992, 1993, 1997), deutsche Blitzmeisterin (1997, 2000, 2003, 2005, 2006) und vielfache Nationalspielerin.

Am Moskauer Institut für Körperkultur und Sport studierte sie Schach und Sport und schloss 1991 das Studium mit Auszeichnung ab. Sie trainiert und unterstützt zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene und hilft ihnen dabei, ihre persönlichen Schachziele zu erreichen. Viele ihrer Schüler sind Titelträger und Teilnehmer der Landesmeisterschaften, der Deutschen Meisterschaft und konnten sich für Europa- und Weltmeisterschaften qualifizieren.

Seit 2014 arbeitet sie als Schachlehrerin für das Schulschachprojekt im Landkreis Miesbach und wurde mit dem Titel „Schachlehrerin des Jahres 2018“ in Bayern ausgezeichnet. Zusammen mit ihrem Ehemann Ilya Manakov, hat sie eigene Übungshefte für ihre Schüler herausgebracht.

Neuer Verbandstrainer Jaroslaw Krassowizkij

Die GKL hat zur Unterstützung des Landestrainers Alexander Hilverda drei Verbandstrainer ernannt. Wir stellen sie in unregelmäßigen Abständen vor.

Heute beginnen wir mit Jaroslaw Krassowizkij:

Jaroslaw Krassowizkij, geboren 1992, ist vermutlich der nominell stärkste „heimische“ Spieler in der Rating-Liste des Schachverbands Württemberg. Der Württembergische Meister von 2018 (Vize 2019) ist Internationaler Meister (2014) sowie FIDE-Trainer (2020). Nach seinem Masterabschluss
in Wirtschaftsmathematik wurde Jaroslaw hauptberuflich als Schachtrainer bei der FIDE-Akademie Jussupow Schachschule angestellt (2019).

2009 zog er als frischgebackener NRW-Meister (Herren!) mit seiner Familie nach Ulm, wo er auch bis heute noch lebt.  Nach seinem Umzug traf er dank Bernhard Jehle (Jedesheim) auf die diplomierte Schachtrainerin WFM Nadja Jussupow, die ihn fortan unter ihre Fittiche nahm. Bei Turnieren, bei denen Nadja ihre Gruppe aus sonst jüngeren Schützlingen begleitet hat, wurde Jaroslaw neben Schüler nach und nach auch Assistent, z.B. auch bei der DJEM für die bayerische Delegation. Nach dem Uni-Abschluss ergab sich eine Gelegenheit sich als Schachtrainer bei der jungen Jussupow Schachschule zu profilieren und seitdem arbeitet Jaroslaw täglich mit motivierten Kindern, wobei er jeden Tag mehr Erfahrung bekommt sowie Feedback von seinen deutlich erfahreneren Vorgesetzten.

Als Spieler hat Jaroslaw ebenfalls reichlich Erfahrungen und Erfolge auf hohem Niveau vorzuweisen. Seit Jahren spielt er in den Deutschen, Österreichischen und sogar Schweizer Bundesligen, wobei er eine Vorliebe hat gegen nominell Stärkere anzutreten und dabei gute Erfolge hat. Für Götzis/Vorarlberg ist er seit über 10 Jahren am Start und spielt Brett 2/3 in der 1.Bundesliga Österreich. In Deutschland hat er regional die Vereine gewechselt, nennenswert wären aber Aufstieg mit Jedesheim in die 2e Bundesliga (17/18) und eine ganze Saison(16/17) an Brett 2 in der 1.Bundesliga für Griesheim, wo er mitunter Maxime-Vachier Lagrave die Hand schütteln durfte, während Fabiano Caruana und Vishy Anand links und rechts davon gesessen sind.
Derweilen spielt Jaroslaw für Schönaich in der 2.BL, natürlich oben an Brett 2 und war vor Corona in Reichweite seiner 2en GM-Norm. Darüber hinaus hat Jaroslaw zahlreiche Deutsche Einzelmeisterschaften bestritten.
Allgemein liegt Jaroslaw viel am Teamgeist und der Arbeitseinstellung, was er als die Grundlage von Mannschaftserfolgen sieht. Da liegt ihm z.B. der 2. Platz für Württemberg bei den deutschen Ländermesiterschaften 2011 noch gut in Erinnerung, wo er zugleich als U20-Spieler, aber auch Teamleader und Co-Trainer fungiert hat.

Jaroslaws größte Spezialität sind Eröffnungen, die er seit 15 Jahren gründlich studiert als Hobby. Hierbei verfügt er ein umfangreiches Verständnis von sowohl Varianten als auch strategischen Plänen zu nahezu jeder Eröffnung. Sein Ziel als Trainer hat aber nichts mit Eröffnungen zu tun, sondern beschränkt sich „nur“ darauf, dem Nachwuchs eine lückenlose Basis zu geben damit sie ihr volles Potential entwickeln können.